Rebellen ohne Perspektive: Der Film „Malen’kaja Vera“ im Kontext des spätsowjetischen Kinos. Gastvortrag von Dr. Eva Binder am 22. Juni

Mitteilung

Der Gastvortrag findet im Rahmen des Seminars „Sprache der Politik“ von Prof. Dr. Sandra Birzer am Lehrstuhl für Slavische Sprachwissenschaft statt.

Dienstag, 22. Juni 2021, um 16:15 Uhr via Zoom

https://uni-bamberg.zoom.us/j/97416442515

Meeting-ID: 974 1644 2515

Kenncode: 6V@Cwi

2021 jährt sich der Zerfall der Sowjetunion zum 30. Mal. Das Jahrzehnt, das dem Ende des Sowjetimperiums vorausging, und insbesondere die 1985 einsetzenden Perestrojka-Jahre waren kulturell eine höchst spannende Zeit des Wandels und der Veränderung. In den sowjetischen Massenmedien wurde unter der politischen Losung der Transparenz (russ. ,glasnost’) erstmals seit den 1920er Jahren wieder eine begrenzte Meinungsvielfalt zugelassen. Ein Massenmedium, das unterschiedliche Narrative der Veränderung bereitstellte und das Ende eines politischen und gesellschaftlichen Systems auf unterschiedliche Weise imaginierte, war das Kino. Der Film „Malen’kaja Vera“ war einer der letzten Kassenschlager des sowjetischen Kino – und er besticht auch heute noch durch die unverhohlene Gesellschaftskritik.

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