Inhalt

Dr. des. Nora Isterheld

Promotionsvorhaben

„In der Zugluft Europas“ – Zur deutschsprachigen Literatur russischstämmiger AutorInnen

Betreuer

Prof. Dr. Hans-Peter Ecker (Neuere deutsche Literaturwissenschaft)

Seit der Jahrtausendwende sind immer mehr AutorInnen russischstämmiger Herkunft an die Öffentlichkeit getreten und haben sich erfolgreich auf dem deutschen Buchmarkt etabliert. Die Studie beleuchtet dieses virulente Literaturphänomen umfassend und trägt damit dem wachsenden Forschungsinteresse der letzten Jahre Rechnung. Neben migrationspolitischen Ursachen erläutert sie rezeptionsgeschichtliche Hintergründe und bettet das Textkorpus in einen weiten kultur- und literaturwissenschaftlichen Kontext ein. Die Erzähltextanalysen fokussieren russisch-deutsche Kulturtransfers, ohne diese auf eine einheitliche Poetik zu reduzieren. Vielmehr stellen sie beispielhaft die große Bandbreite narrativer Gestaltungsmöglichkeiten vor und deuten sie als symptomatischen Ausdruck einer deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, die sich seit dem Fall des Eisernen Vorhangs zunehmend ausdifferenziert und europäische Geschichtsnarrative um alternative Entwürfe erweitert.

Die Arbeit ist als Taschenbuch erschienen und online verfügbar unter

https://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/50219

Zur Person

Nora Isterheld, *1985, absolvierte ihre Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin im Münchner Hanser Verlag. Anschließend studierte sie Germanistik mit Schwerpunkt Literaturvermittlung und Russistik in Bamberg. Für ihre Diplomarbeit zur Poetik Erich Hackls erhielt sie 2011 den PUSh-Preis der Universitätsfrauenbeauftragten. Ihre 2017 abgeschlossene Dissertation zur deutschsprachigen Literatur russischstämmiger AutorInnen wurde im Rahmen mehrerer Stipendien- und Qualifikationsprogramme gefördert, darunter von der Bayerischen Eliteförderung.

Kontakt: mail(at)nora-isterheld.de