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Gender Trouble 2.0? Lesung und Gespräch mit Sasha Marianna Salzmann und Hengameh Yaghoobifarah

20. Juli, Zeit: 20:0021:30

Sasha Marianna Salzmann und Hengameh Yaghoobifarah entwerfen in ihren Texten Figuren, die tradierte Geschlechter- und Rollenklischees aufbrechen: So macht sich in Salzmanns Debüt Außer sich (2017) die Boxerin Alissa nicht nur auf die Suche nach ihrem verschollenen Zwillingsbruder, sondern auch nach einem Gefühl von Zugehörigkeit jenseits von Vaterland, Muttersprache oder Geschlecht. Yaghoobifarahs Erstling Ministerium der Träume (2021) verbindet eine queere Coming-of-Age-Geschichte mit der Migrationserfahrung einer iranischen Familie. Im Anschluss an die Lesung diskutieren die Autor*innen mit Simone Ketterl vom Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Janina Müller vom Organisationsteam des Bamberger CSD. Impulsfragen werden dabei sein: Wie wird die LGBTQIA+-Community in der Literatur repräsentiert? Sind Stereotypisierungs- bzw. Marginalisierungstendenzen zu beobachten? Welche Rolle kommt queeren Autor*innen zu?

Sasha Marianna Salzmann, geboren 1985 in Wolgograd, studierte Literatur, Theater und Medien an der Universität Hildesheim sowie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Seither ist Sasha Marianna Salzmann als Theaterautor*in, Essayist*in und Dramaturg*in tätig. Salzmanns Stücke, die international aufgeführt werden, haben verschiedene Preise erhalten, zuletzt den Kunstpreis Berlin 2020. Der Debütroman Außer sich wurde 2017 mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung und dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet und war auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Salzmanns zweites Buch Im Menschen muss alles herrlich sein (2021) stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.

Hengameh Yaghoobifarah, geboren 1991 in Kiel, studierte Medienkulturwissenschaft und Skandinavistik in Freiburg und Linköping. Nach einem Zwischenstopp in Wien zog Hengameh Yaghoobifarah 2014 nach Berlin und arbeitet dort seitdem in der Redaktion des Missy Magazine. Außerdem schreibt Yaghoobifarah frei für deutschsprachige Medien, seit 2016 etwa die Kolumne »Habibitus« für die taz. 2019 hat Yaghoobifarah gemeinsam mit Fatma Aydemir die viel beachtete Anthologie Eure Heimat ist unser Albtraum herausgegeben. Zudem setzt sich Yaghoobifarahs Beitrag »Looks Like Lookism« mit der Normierung von Körpern und den damit einhergehenden Diskriminierungsmechanismen auseinander.

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Details

Datum:
20. Juli
Zeit:
20:00 – 21:30

Veranstaltungsort

An der Universität 2, U2/00.25
An der Universität 2
Bamberg, 96047
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